Die kleine Mini kam als Küken zusammen mit den anderen Küken Tapsi, Maxi und Prinz zu uns. Wir haben sie von einem Züchter aus unserem Ort geholt. Die vier zogen am 14.04.2006 zusammen mit unseren Zimmer-Wellis Willi & Maja in die Außenvoliere.
Mini gehörte zu den lebhafteren Wellis in meinem Schwarm. Wenn ich die Außenvoliere betrat kam sie meistens gleich an um zu gucken, ob ich ihr was Leckeres mitgebracht habe. Zu Anfang war sie mit Willi, meinem Wohnzimmer-Welli, verpaart. Aber dann hat sie sich für Joey entschieden, der Anfang 2007 als Abgabewelli zu uns kam. Die beiden waren seit dem ein Herz und eine Seele.

Mini`s Farbschlag nannte sich opalin dunkelblau. Sie hatte ihren Namen Mini bekommen, weil sie als Küki ohne Schwanzfeder so mini aussah.


Anfang November 2008 hatte ich das Gefühl, dass Mini dünner wurde. Zuerst beunruhigte mich das weiter nicht, weil sie trotzdem munter war. Im Gegenteil, ich freute mich, dass sie endlich mal ein paar Gramm abnahm - warum auch immer?! Dann kam der Tag, an dem Mini ruhiger war als sonst. Ich gab der starken Mauser die Schuld. Aber dann fing Mini an zu würgen und wir fuhren am 12.11.2008 sofort zum vogelkundigen Tierarzt. Mini wurde gründlich untersucht und was kam heraus? Natürlich Megabakterien. Nicht nur Shorty war an Megabakterien erkrankt, sondern auch sie. Zu den Megabakterien kam auch noch eine bakterielle Infektion im Hals. Also musste Mini täglich 2 x eingefangen werden, damit sie Antibiotikum (gegen die Bakterien) und Amphomoronal (gegen die Megabakterien) bekommen konnte. Da ich in meinem kleinen Krankenkäfig, in der Schleuse der Innenvoliere, nicht genug Platz für 2 Wellis hatte, holte ich Mini zusammen mit Shorty ins Gästezimmer. Dort hatten sie den ganzen Tag Freiflug. Auch Mini bekam 4 Wochen Ampho. Das Antibiotikum sollte sie zum Glück nur 10 Tage schlucken.
Als die 10 Tage Antibiotikum schlucken vorbei waren, dachte ich, dass es nun nur noch Berg auf gehen kann. Leider täuschte ich mich, denn am 22.11.2008 kam Mini`s Tot ganz plötzlich über uns. Shorty und Mini (mittlerweile nur noch 37 Gramm leicht) saßen fast den ganzen Tag auf ihrem Freisitz (Hängeleiter) im Gästezimmer. So saßen sie auch an jenem Sonntagnachmittag ganz ruhig dort und dösten, als ich nach ihnen guckte. 30 Min. später betrat ich wieder das Zimmer und nur noch Shorty saß auf der Hängeleiter. Nach kurzer Suche fand ich meine kleine Mini direkt unter der Hängeleiter auf dem Boden - auf dem Rücken mit den Beinchen nach oben. Was für ein grausiger Anblick!!!!! Sie musste im wahrsten Sinne des Wortes von der Stange gefallen sein. Ich dachte immer, man könnte den Tod eines geliebten Wellis besser verkraften, wenn er plötzlich kommt und man das Vögelchen nicht zum einschläfern bringen muss. Aber das ist nicht so, es ist genauso schlimm.
Am nächsten Tag brachte ich meine verstorbene Mini zum Tierarzt zur Obduktion. Die genaue Todesursache konnte nicht festgestellt werden. Der TA war sich nur sicher, dass der Tod zum Glück plötzlich gekommen ist und sie nicht lange leiden musste. Einige wenige Megabakterien wurden noch in ihrem Darm gefunden was bedeutet, dass sie nicht an den Megabaktieren gestorben ist. Das Ampho hatte also schon seine Wirkung gezeigt. Ich vermute ihr Herz konnte das schnelle Abnehmen und die zusätzliche Antibiotikum-Gabe nicht verkraften. Mini`s Körper war durch die Megas einfach zu sehr geschwächt.
Meine kleine Mini ist nicht mal 3 Jahre alt geworden, aber sie hatte mit ihrem Mann Joey ein schönes und glückliches Leben in unserer Voliere. Das tröstet mich etwas. Joey rief nur ein paar Stunden nach Mini und ließ sich dann von Jule trösten. Die beiden sind nun ein Paar. Joey flirtete schon in Mini`s Beisein mit Jule, hielt seiner Frau aber bis zum Ende die Treue. Ich freue mich für Joey, dass er nicht auch noch unter dem Verlust von Mini leiden muss.
Kleine Mini, du lebst für immer als pummelige, sehr liebenswerte und lebenslustige Welli-Dame in meiner Erinnerung weiter. Ich werde dich nie vergessen!!!

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