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Am 11.06.2006 hatte sich unser Welli-Schwarm wieder vergrößert. Hansi ist mit seinem Bruder Flip bei uns eingezogen. Die beiden sind bei einer Hobbyzüchterin aufgewachsen, die ich im Internet aufgestöbert hatte, als ich ein neues Zuhause für Willi & Maja gesucht habe. Als ich mich zum Glück dafür einschied die beiden zu behalten, löcherte ich sie mit Fragen zum Bau der Außenvoli. Wir blieben in Kontakt und später ergab es sich dann, dass sie noch Abnehmer für ihre Küken brauchte.   

  

Hansi ist am 30.05.2006 geschlüpft. Sein Farbschlag nennt sich normal spangle hellgrün. Vom Wesen her ist er genau so wie sein Bruder. Neugierig und futtert für sein Leben gerne. Eine feste Partnerin hat er noch nicht. Er himmelt zwar immer Maja an, doch die will leider nichts mit ihm zu tun haben.  

 

Hansi als Küken 

 

 

 

Nun ist er ein erwachsener Wellensittich mit leuchtendem Gefieder. Wer so ein tolles Gefieder hat müsste doch eigentlich bald eine Herzensdame finden, oder?  

 

 

 

Hansi musste leider im August 2007 wg. einer bakteriellen Infektion 14 Tage im Krankenkäfig bei uns in der Wohnung verbringen. Obwohl er noch mit zwei anderen kranken Wellis bei uns im Käfig saß, hat ihm die Außenvoli sehr gefehlt. Die ersten Tage im Käfig wollte er gar nicht fressen. Als er dann wieder gesund in die Freiheit entlassen wurde, hat er sich sofort mit Jerry zusammen getan. Die beiden sind nun ein Herz und eine Seele. Sie spielen, fliegen, balzen und schmusen den ganzen Tag. Ihm blieb ja nichts anderes übrig als sich einen Freund zu suchen, denn bisher wollte keine Henne was mit ihm zu tun haben.  

 

 

 

 

Hansi und Jerry verbringen diesen Winter bei uns in der Wohnung (im Gästezimmer), weil Hansi durch seine Krankheit (starker Verdacht auf Polyma oder PBFD - Federkrankheit) ein sehr geschwächtes Immunsystem hat und Willi & Sprax unbedingt Gesellschaft brauchten.   

Nachdem wir uns am 02.12.2007 von unserem geliebten Willi schweren Herzens trennen mussten, wurde die Gästezimmer-WG sofort aufgelöst. Ich nutzte die milden Temperaturen, um Hansi, Jerry und Sprax wieder an die Außenvoliere zu gewöhnen. Sie haben den Umzug unbeschadet überstanden und sind überglücklich wieder draußen bei ihrem Schwarm zu sein.  

 

Hansi baggert nun schon seit 1 1/2 Jahren Maja an, jedoch ohne Erfolg. Im Juni 2008 entschied Hansi sich endlich für eine andere Dame. Und diese Mal hatte er Glück, denn Lizzy ist unsterblich in ihn verliebt. Die beiden wohnen schon fast ihr Leben lang in unserer Voli und haben sich nie für einander interessiert und auf einmal hat es zwischen den beiden gefunkt.  

 

 

 

 

 

Hansi ist ein sehr neugieriger kleiner Kerl, der meine Kamera total interessant findet. Hansi kommt langsam immer näher, bis er mit dem Schnabel an die Linse klopfen kann. Das macht er fast jedes Mal, wenn ich in der Voli fotografiere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hansi ist immer noch sehr glücklich mit seiner Lizzy. Er schmust sehr viel mit ihr, so wie auf diesem Bild.

 

 

 

 

 

 

aktualisiert am 12.12.2010


 

 

 Mitte November erkrankte Hansis Frau Lizzy sehr stark an Megabakterien, so dass ich schon Angst hatte, dass sie den Schub nicht überleben würde. Nähreres ist auf ihrer Seite im Menü unter "ehemalige Wellis" nachzulesen. Da Lizzy in unserer Außenvoliere wg. der winterlichen Kälte lt. Aussage des Tierarztes nur sehr geringe Chancen hatte wieder gesund zu werden, gab ich Lizzy in die Wohnungshaltung zu einer guten Bekannten aus dem Wellensittich-Forum ab. Im warmen Wohnzimmer wurde Lizzy relativ schnell wieder fit, doch sie vermisste ihren Mann Hansi sehr. Da Petra und ihr Mann so nett waren, auch noch Hansi mit aufzunehmen, konnte ich mich Lizzy zur Liebe dazu überwinden, einen meiner Lieblingswellis gehen zu lassen. Also zog Hansi dann am 20.11.2010 bei uns aus.

 

 

Wie man sieht, war es die richtige Entscheidung. Hansi ist so froh wieder bei seiner gelieben Lizzy zu sein.

 

 

 

 

Wenn Lizzy gesundheitlich stabil bleibt und sie und Hansi nicht zu viele Freundschaften in Petras Schwarm geschlossen haben, dann ziehen die beiden im Sommer wieder zu uns.

Mal sehen ........

 

 

Aber jetzt überwintern Hansi und Lizzy erstmal in diesem schönen neuen Heim mit 55 Artgenossen und täglich 8 Std Freiflug in einem 60 qm großem Wohnzimmer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Abschied von Lizzy und Hansi ist mir auch nicht ganz so schwer gefallen, weil ich meine kleinen Federbällchen so oft ich will besuchen kann. Sie wohnen nur 10 km von uns entfernt. Und mit ganz viel Glück habe ich meine beiden in wenigen Monaten wieder hier bei uns.

 

  

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei Petra und ihrem Mann Jürgen ganz herzlich bedanken, dass sie die beiden so kurzfristig aufgenommen haben. Ein besseres Zuhause hätten Lizzy und Hansi nicht finden können.

 

 

 

aktualisiert am 26.02.2011


 

Hansi hat sich genau wie die anderen 3 Auswander (Lizzy, Lucy B. und Sprax) sehr gut eingelebt. Er sitzt mal hier und mal da und hält fast immer ein Schwätzchen, entweder alleine vor sich hin oder mit einem anderen Welli.

 

 


 

 

 

 

Hansi ist überall unterwegs und liebt es mit den anderen auf dem Klettergerüst im Wohnzimer zu sitzen.

 

 

 

 

 

Seine Lizzy liebt er immer noch über alles.

 

 

 

 

Da die beiden sich so gut bei Petra eingelebt haben, entschloss ich mich bei meinem letzten Besuch endgültig dazu, die beiden für immer dort zu lassen. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn Lizzy durch den Umzug, zurück in unsere Außenvoliere, wieder rückfällig (Megabakterien) werden würde.

 

 

 

aktualisiert am 23.08.2011


 

Am 08.08.2011 rief mit Petra, Hansi`s neue Federlose, an, dass es ihm von einem Tag auf den anderen schlecht ging. Petra und ihr Mann waren Samstagmorgen weggefahren und und sind Sonntagnachmittag wiedergekommen. Samstag war Hansi fit wie immer und als sie am nächsten Tag wieder Zuhause waren sah Petra, dass Hansi sehr ruhig war und den Flügel hängen ließ. Also ging es gleich Montag zum vogelkundingen Tierarzt, der dann feststellte, dass Hansi einen dicken Gichtknoten am rechten Flügelgelenk hatte, der sehr schmerzhaft war. Der Arzt punktierte diesen Knoten unter Narkose und Hansi bekam noch entsprechende Medikamente, die die Harnsäure aus seinem Körper treiben sollten. Da die Therapie aber nicht richtig anschlug sagte der Arzt, dass Hansi nur noch geholfen werden kann, wenn ihm ein Teil seines Flügles abgenommen wird. Das wollten Petra und ich aber nicht, denn die Vermutung stand schon sehr nahe, dass bald Hansi`s ganzer Köper von Gicht befallen ist und man ihm die letzten Tage durch eine OP noch unnötig schwer macht. Was tun?

Einen Tag später, am 13.08.2011, rief Petra mich wieder an, dass Hansi nun auch Schmerzen in einem Beinchen hat und fast nicht mehr laufen kann. Sie wollte ihn nun in Absprache mit mir erlösen lassen. Sie war sich jedoch noch nicht ganz sicher, weil Hansi, der schon eine ganze Zeit auf dem Boden saß, auf einmal zu seiner Lizzy auf die Stange flog und sich von ihr kraulen ließ. Nach einiger Zeit flog er dann aber wieder zu Boden und blieb dort auch sitzen. Hansi hatte sich von seiner Wellidame verabschiedet. Er hatte große Schmerzen, dass war nun sicher und Petra fuhr mit ihm sofort zum Tierarzt. Auf dem Weg dort hin zwitscherte Hansi ganz kurz und Petra guckte nach ihm und schob einen Finger zwischen das Gitter. Hansi kraulte ihren Finger und dann kraulte Petra mit ihrem Finger Hansis Kopf. Das hat Hansi sich sonst nie gefallen lassen. Dann lief der kleine Mann in seinem Transportkorb kurz hin und her und schlief für immer ein. Nun hatte er sich auch von Petra verabschiedet.  Petra und ich waren total geschockt über den kurzen aber schweren Krankheitsverlauf von Hansi. Das einzige was uns aufrecht hielt war, dass Hansi nur 6 Tage leiden musste und Petra die Entscheidung einschläfern oder evtl. doch Flügel amputieren abgenommen wurde. Wir waren beide sehr traurig und hatten ein paar Tage damit zu tun Hansi`s Reise ins Regenbogenland zu realisieren.

Lizzy hatte die Verabschiedung von Hansi wohl richtig verstanden. Sie war in der ersten Zeit zwar etwas ruhiger als sonst, aber rief Hansi nicht. Schon am nächsten Tag beschäftigte sie sich mit anderen Hähnen.

Hansi du kleiner Clown, ich werde dich für immer in lieber Erinnerung behalten, denn du warst einzigartig mit deiner niedlichen Art. Du hast fast immer auf meiner Schulter gesessen, wenn ich in der Voliere war und auf ein Leckerchen gewartet oder nach meinem Schmuck geguckt und daran gegnabbelt. Außerdem hast du Fotoapparate wie kein anderer Wellensittich geliebt. Es war immer sehr witzig, wenn du fast in die Linse gekrochen bist. Leb wohl kleiner Mann und grüße mir die anderen Regenbogen-Zwitscher-Wellis!

 

 



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